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Der Zusammenhang zwischen Panikattacken und Nährstoffmangel

Zum Glück bin ich von Panikattacken in meinem Leben weitestgehend verschont worden. Allerdings kenne ich viele Menschen, denen das leider nicht so geht. Im Laufe meiner Zeit als Coach sind bei mir wirklich viele Leute ein- und ausgegangen, die in unterschiedlich schwerem Ausmaß an Panikattacken litten oder leiden.

Eines hatten jedoch fast alle gemeinsam: Viele der Betroffenen wissen erst gar nicht, dass es sich um eine Panikattacke handelt. Vielmehr vermuten sie, dass sie ein Herzleiden haben, denn eine Panikattacke zeigt sich vornehmlich mit körperlichen Symptomen wie Mundtrockenheit, Beschleunigung des Herzschlags bis hin zu Herzrasen, Beschleunigung des Pulses, flacher und schneller Atem bis hin zur Atemnot, vermehrtes Schwitzen, Anspannung der Muskeln bis hin zu Muskelkrämpfen, Zittern sowie Übelkeit und Erbrechen.

Allerdings gibt es auch psychische Symptome, worunter insbesondere verschiedene Ängste gehören wie allgemeine extreme Angstgedanken, die Angst davor, verrückt oder ohnmächtig zu werden, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben. Außerdem haben die Betroffenen ein Gefühl von Benommenheit, Schwäche, Enge in der Brust oder in der Kehle oder Taubheit und Kribbeln im Körper. Zusätzlich gehören Schwindel, Desorientierung oder eine veränderte Sinneswahrnehmung zu den Anzeichen einer Panikattacke.

Oft dauert es sehr lange, bis die Panikstörung überhaupt diagnostiziert wird, da die Betroffenen häufig erst lange Zeit zu Herzspezialisten, also Kardiologen gehen, bis sie es in Betracht ziehen, einen Psychiater aufzusuchen. Bei einigen Patienten dominieren jedoch die psychischen Symptome, sodass die Diagnose hier schneller gestellt werden kann.

Allgemeinmediziner oder auch Psychiater behandeln Panikattacken meist in zweierlei Art und Weise. Generell wird den meisten Betroffenen ein Antidepressivum verschrieben. Wenn Du Dich nun fragst, warum man ein Antidepressivum nehmen soll, obwohl man doch gar keine Depression hat, hast Du natürlich erst einmal Recht. Allerdings hängen auch Panikstörungen mit einem Serotoninmangel zusammen, sodass auch hier die sogenannten Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verschrieben werden.

Ich habe bereits in einigen Beiträgen darauf hingewiesen, dass es sich bei einem Serotonin-Mangel anbietet, alternativ die Aminosäure Tryptophan zu sich zu nehmen, die für die Produktion von Serotonin benötigt wird. Genaueres hierzu findest Du auch noch in dem Video, das weiter unten verlinkt ist.

Allerdings wird gerade bei Patienten, die über besonders starke Attacken klagen, zusätzlich oft ein Beruhigungsmittel eingesetzt, sogenannte Benzodiazepine. Das wohl bekannteste unter ihnen ist wohl das berüchtigte Valium. Die Mittel wirken schnell und sehr intensiv beruhigend. Der Nachteil ist jedoch gravierend: Benzodiazepine machen so schnell abhängig, dass sie auch nur selten verschrieben werden.

Auch hier gibt es allerdings eine natürliche Alternative: GABA. GABA steht für Gamma-Amino-Buttersäure. GABA ist eine Aminosäure und funktioniert in der Hinsicht so wie Benzodiazepine, als die chemischen Beruhigungsmittel an den GABA-Rezeptoren ansetzen. Als Lutschtablette gelangt die als Nahrungsergänzungsmittel vertriebene Aminosäure GABA nahezu direkt, sodass eine beruhigende Wirkung sofort eintritt.

Wenn Du mehr über den Zusammenhang zwischen einer Panikstörung und Nährstoffmangel wissen möchtest, empfehle ich Dir das Video hierzu.

Bis bald also!
Martin

Martin

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